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Erotische Hörbücher - Einzelbesprechung

Vladimir Nabokov: Lolita

Sechs Jahre hat Nabokov an “Lolita” geschrieben. Dann wollte den Roman kein amerikanischer Verlag veröffentlichten - zu heikel. In einer obskuren französischen Reihe kam das Werk schließlich heraus. Und wurde erotische Weltliteratur:

Ein alternder Mann verfällt einer zwölfjährigen Kindfrau, tötet schließlich für sie und verpfuscht beider Leben. Er ist Lolita mit Haut und Haaren verfallen. Das Thema und die Sexszenen machten in den 50er Jahren Skandal und sind auch heute noch herbe. “Nacht für Nacht” fällt Humbet Humbert über das Mädchen her. Lolita: “Um Himmels willen, nicht schon wieder!”

Für das Hörbuch wurden Szenen ausgewählt. Immerhin ist die Handlung auf den zwei CDs gut nachzuvollziehen. Natalie Spinell-Beck spricht die kindliche Lolita glaubwürdig pubertär, mit schwankendem Charakter, unausgereift. Lasziv spricht David Lehmann den jüngeren Humbert. Aus dem Gegensatz der Stimmen wird deutlich, welch ein Verbrechen Humbert an dem Kind begeht.

Ulrich Matthes gibt den gealterten Humbert, der nun sein Leben endgültig (im wahrsten Sinne der Worte) gegen die Wand fährt.

Ein schönes Hörbuch. Nur eine, zugegeben ziemlich platte Sache, hat mich auf die Dauer genervt. Häufig fallen Autotüren zu in dem Stück, penetrant laut, wenn man sich das mit Kopfhörer anhört.

_Vladimir Nabokov: Lolita. Hörverlag, rund 9 Euro (gebraucht)_

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